Unsere bisherigen "Fragen des Monats"

Hier haben wir die bisherigen „Fragen des Monats“ für Sie zum nachlesen archiviert:

Bei vielen Patienten mit Bluthochdruck wird eine sogenannte essentielle Hypertonie diagnostiziert. Essentiell bedeutet in diesem Zusammenhang, dass keine Ursache vorliegt sondern der hohe Blutdruck als eigene Krankheit gesehen wird. Eine Ursachenforschung wird nach der Einstufung als essentielle Hypertonie nicht mehr vorgenommen, sondern direkt eine Therapie des Bluthochdrucks eingeleitet.
Bei genauerem Hinsehen kann allerdings doch eine Ursache gefunden werden. So kann zum Beispiel nach der Menopause bei Frauen ein hoher Blutdruck erstmals in Erscheinung treten (siehe Frage des Monats August 19). Auch eine Schilddrüsenentzündung kann über Vermehrung der ß-Rezeptoren einen hohen Blutdruck auslösen. Ebenso ist eine Blutdruckerhöhung durch eine Hypervolämie – also eine zu hohe Flüssigkeitsmenge im zirkulierenden Blut – möglich. 
Die genannten Umstände sind nur ein kleiner Teil der potentiellen Ursachen einer Blutdruckerhöhung. Somit sollte ehe eine ungerichtete Therapie gegen das Symptom „hoher Blutdruck“ begonnen wird immer eine ausführliche Diagnostik erfolgen.
Geben Sie sich daher nicht mit einer vorschnell gestellten Diagnose „essentielle Hypertonie“ zufrieden!
Viele Frauen entwickeln, wenn die Regelblutung ausbleibt, zunächst einen hohen Blutdruck, obwohl er vorher eher zu niedrig war. Bei manchen Frauen ist die Volumenentnahme die einzig notwendige Therapie des hohen Blutdrucks. Damit wird der Effekt der Regelblutung nachgeahmt und der Druck von den Herz-Innenwänden genommen.
 
Die Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten erübrigt sich oftmals.