Exkurs Symphatikus

Unser autonomes Nervensystem besteht aus dem Sympathikus und dem Parasympathikus. Dies sind Nervenbündel, die vom zentralen Nervensystem ausgehen, das aus Rückenmark und Gehirn besteht.

Der Sympathikus steuert vornehmlich schnell ablaufende Körperreaktionen, wie zum Beispiel unser Flucht-Angriff-Verhalten. Früher, als der Mensch noch mit seinem Körpereinsatz ums Überleben kämpfen musste, war es überlebenswichtig, dass die Reaktion auf Gefahr spontan erfolgte, ohne, dass der Mensch bewusst darüber nachdenken musste.

Der Körper bereitet sich sofort auf den Kampf oder Flucht vor, indem er die Blutzufuhr auf die Lebenswichtigen Organe beschränkt (Verengung der Gefäße), den Skelett- und Herzmuskeln ausreichend Sauerstoff und Energie zur Verfügung stellt (Erweiterung der Bronchien, stärkeres Zusammenziehen des Herzens sowie Steigerung der Herzfrequenz) und die Schweißbildung anregt, um den Körper beim Kampf zu kühlen.

Doch im Schlaf brauchen wir keine Flucht und keinen Angriff – hier sollen wir uns erholen.

Verbleibt das Herz aber im Einfluss des Sympathikus, ist es zusammengezogen und somit nur vermindert dehnbar. Es wird also beim Hinlegen nicht entlastet. Im Gegenteil. Es kommt im Liegen durch die Anflutung des Blutes aus den Beinen zu einem erhöhten Druck auf das Herzinnere und in der Folge zu einer Mangeldurchblutung in diesem Bereich. So entsteht ein „Teufelskreis“, da die Mangeldurchblutung den Sympathikus weiter aktiviert und das Herz weiter zusammenzieht.

Grafik:

S: Sympathikusaktivierung; G: Gefäßzusammenziehung; Z: Zentralisation; V: Volumenvermehrung

Funktionen des Sympathikus

  • Verengung der Blutgefäße und dadurch Erhöhung des Blutdrucks
  • Steigerung der Herzfrequenz
  • Weitung der Bronchien
  • Verringerung der Tätigkeiten der Verdauungsorgane
  • Anregung der Schweißbildung

Funktionen des Parasympathikus

  • Erweiterung der Blutgefäße und dadurch Senkung des Blutdrucks
  • Senkung der Herzfrequenz
  • Verengung der Bronchien
  • Anregung der Verdauung