Die Blutvolumenregulation

Die Blutvolumenregulation ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Therapiemöglichkeiten. Bei einem leistungsschwachen Herzen kommt es über eine besondere Hormonaktivierung im Körper zu einer Ansammlung von Wasser im Blut. Die Leistung des Herzens wird so zunächst erhöht, so dass der Leistungsmangel nicht wahrgenommen wird. Das vermehrte Blutvolumen führt aber zu einem Überdruck im Herzinneren.

So entsteht im Liegen ein Durchblutungsmangel in immer größeren Bereichen der Herzinnenwände. Die Herzkraft sinkt situativ weiter ab. Dies führt zu einer Aktivierung des Sympathikus. Eine einzige Blutentnahme von ungefähr 50 ml führt in solch einer Situation zu einer sofortigen besseren Durchblutung der Herzinnenschicht, da der Druck reduziert wird. Die Folge ist eine sofortige und anhaltende Herzkraftsteigerung.

Das Ausmaß der Verbesserung lässt sich über eine Konzentrierung im Doppel-Hämatokrit berechnen. Sie ist umso ausgeprägter, je schwerer die Herzinsuffizienz vorher war. Durch eine Volumenreduktion kann das Herz-Innendruck-Syndrom mit allen Auswirkungen ursächlich behandelt werden.

Grafik:
S: Sympathikusaktivierung; G: Gefäßzusammenziehung; Z: Zentralisation; V: Volumenvermehrung