Der Doppel-Hämatokrit

Der Hämatokrit beschreibt den prozentualen Anteil von festen Bestandteilen am Gesamtblut und wird in der Regel aus dem venösen (sauerstoffarmen) bestimmt. Nimmt man ihn zeitnah aus dem kapillaren (sauerstoffreichen) Blut im Finger ab, so erhält man den sog. Doppel-Hämatokrit.

Bei einigen Herzerkrankungen weichen die beiden Hämatokritwerte stark voneinander ab. Der Doppel-Hämatokrit bietet bei Bedarf in Kombination mit dem diagnostischen Aderlass und dem Verlauf über 24 Stunden mit Hilfe der Auswertung über eine speziell entwickelte Software eine Vielzahl diagnostischer Möglichkeiten, bereits im frühesten Stadium:

  • Erkennung einer Herzinsuffizienz
  • Diagnose einer zu starken Entwässerungstherapie
  • Diagnose einer zu starken Blutbildung
  • Abgrenzung einer Blutarmut (Anämie) von einer Herzinsuffizienz
Doppel Hämatokrit Fabian Hain
Hämatokrit Messeinheit
Hämatokrit Auswertung