Das Risiko-Triple

Die von uns als „Risiko-Triple“ bezeichneten Werte bestehen aus NT-proBNP, D-Dimer und CRP. Innerhalb von nur 20 Minuten nach der Blutabnahme liegen die Ergebnisse vor und können so direkt im Patientengespräch als Entscheidungshilfe bei der Therapie dienen:

Das NT-proBNP ist seit einigen Jahren als „Herzinsuffizienzmarker“ bekannt. Im klinischen Alltag fällt uns immer wieder auf, dass auch bei Vorhofflimmern, eine Herzrhythmusstörung, bei der die Vorhöfe unabhängig von den Hauptkammern schlagen, der NT-proBNP Wert ansteigt. Somit ist er als Parameter geeignet, um nicht dauerhaftes und deshalb oft nicht erkanntes Vorhofflimmern zu diagnostizieren, oder bei Verdacht weitere diagnostische Maßnahmen anzuschließen. Somit kann rechtzeitig eine Therapie eingeleitet werden, noch bevor es zu Komplikationen, wie z.B. Schlaganfällen kommt.

Der D-Dimer-Wert wird standardmäßig als Ausschlussparameter für Lungenembolien in der Notfallmedizin verwendet. Die D-Dimere sind „Bruchstücke“ des Fibrins, das Blutgerinnsel zusammenhält. Der Wert ist als Ausschlussparameter gut geeignet. Liegt der Wert unterhalb des Grenzwertes kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Lungenembolie ausgeschlossen werden. Da aber auch bei anderen Blutgerinnungsvorgängen D-Dimere entstehen, können darüber hinaus auch andere pathologische Gerinnungsvorgänge ausgeschlossen werden. So können zum Beispiel Entzündungen der Beinvenen erkannt werden, die durch eine Aufrauhung der Gefäßwände ebenfalls zu einer Aktivierung der Blutgerinnung in den Gefäßen führt.

Der CRP-Wert ist ein unspezifischer Entzündungswert. Bei Jedem Entzündungsvorgang im Körper entsteht das C-Reaktive-Protein, zum Beispiel bei bakteriellen Infektionen wie einer Bronchitis oder einem Virusinfekt, aber auch bei rheumatischen Erkrankungen oder Autoimmunkrankheiten, wie z.B. einer Gefäßentzündung. Auch bei Tumorerkrankungen, wie zum Beispiel Lymphdrüsenkrebs, kann dieser Wert erhöht sein. Kann ein erhöhter CRP-Wert nicht spontan erklärt werden (z.B. durch eine Erkältung), schließen sich weitere Untersuchungen an, unter anderem in Form eines Blutbildes mit spezifischeren Werten.

Insgesamt liefert das Risiko-Triple schnell verfügbare und laborgenaue Ergebnisse, die andere Verfahren ergänzen und einen Überblick über wesentliche Risiken geben.